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Was bleibt?

Nach rund einem Monat, den ich mittlerweile wieder in Deutschland bin, ist ein guter Zeitpunkt gekommen für eine kleine Rückschau auf die Zeit in Südafrika und ein vorläufiges Resümee. Was hat sich verändert – sowohl bei mir als auch bei den Menschen, denen ich begegnet bin – und welche dieser Veränderungen wird in irgendeiner Form Bestand haben oder fortwirken? Kurz: was bleibt eigentlich?

In einem Wort zusammengefasst kann die Antwort auf diese Frage mit Sicherheit lauten: Eindrücke. Während der drei Monate in Südafrika gab es viele Begegnungen, die gleichermaßen tiefe wie auch bleibende Eindrücke hinterlassen haben. Und das wohl auf beiden Seiten. Zu diesen Eindrücken gehören auch Geschichten, die hier bislang unerzählt blieben. Geschichten wie etwa die der 27-jährigen Tadisa.

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Königin Esther und der Feminismus

Vergangene Woche feierten Menschen jüdischen Glaubens nicht nur in Südafrika, sondern in der gesamten Diaspora und natürlich besonders in Israel Purim, ein ausgelassenes Fest mit vielen bunten Verkleidungen, Süßigkeiten, Geschenken und dergleichen mehr. Die freudige Ausgelassenheit liegt begründet in einem überaus freudigen Ereignis, welches die historisch-religiöse Grundlage des Festes bildet, nämlich die Bewahrung des jüdischen Volkes während eines geplanten, antijüdischen Genozids zur Zeit des medo-persischen Imperiums, vmtl. etwa in den 480er Jahren v. Chr.

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Ukuhlolwa Kwezintombi, Tabuisierung und Sexualisierung

Seit dem Ende des unmenschlichen Apartheid-Systems in Südafrika Anfang der 1990er Jahre hat sich das Land stark verändert. Eine der vielleicht überraschendsten Veränderungen ist die Renaissance einiger bis dahin weitgehend in Vergessenheit geratener Bräuche. Als ein typisches Beispiel hierfür kann das vor allem unter den amaZulu praktizierte ukuhlolwa kwezintombi gelten. Hierbei handelt es sich um einen – mehr oder weniger – rituellen Jungfräulichkeitstest, der bei unverheirateten Frauen und Mädchen, teilweise bereits ab einem alter von etwa acht Jahren, durchgeführt wird. Da die Ehre einer Familie, eines Clans oder Stammes traditionell betrachtet als von der sexuellen Reinheit ihrer bzw. seiner Töchter abhängig gilt, war ukuhlolwa kwezintombi von jeher ein wichtiges Instrument der kollektiven Ehrerhaltung. Darüber hinaus wird ukuhlolwa kwezintombi heutzutage vor allem als eine HIV-Präventionsmaßnahme betrachtet.

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